Bildhauer David Nash


David Nash Ende Januar 2009 in der Mannheimer Kunsthalle mit seinen Skulpturen "Pyramid, Sphere, Cube incised" aus dem Jahr 2000. Die geometrischen Formen wurden aus teilweise verkohltem Zypressenholz gefertigt; die Pyramide links ist fast zwei Meter hoch.
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15-05-2009

Bäume – Lehrmeister menschlicher Wahrnehmung

Der britische Bildhauer David Nash mit Skulpturen und Zeichnungen 2009 in der Mannheimer Kunsthalle

 

Von Christel Heybrock

 

Es knackte und duftete durch die Säle. Großplastiken, zumeist aus arbeitendem Holz, im Innern eines Museums – die Mannheimer Kunsthalle hat so manches Riesenwerk in ihren Hallen beherbergt, aber die Schau “Monumental Sculpture“ des britischen Bildhauers David Nash war schon etwas Besonderes, auch wegen der konservatorischen Anforderungen, die rund 40 Exponate beim Transport, Aufstellen und Sichern an das Museumsteam stellten.

 

David Nash, 1945 in Surrey geboren, lebt seit 1967 in Nordwales und arbeitet dort seit 1968 in einer aufgelassenen großen Kapelle, zu der ein erkleckliches Stückchen Land gehört sowie schwarze Hügel aus Schiefergestein. Nash ist ein freundlicher Einzelgänger fernab vom Kunstgetöse, aber mit entschieden kommunikativer Begabung, zumindest seine Mitarbeiter kann er offenbar zu begeistertem Engagement inspirieren – und das gilt auch für Projekte, die er rund um den Globus jeweils vor Ort realisiert. Nach anfänglicher Skepsis machen die Leute fast immer mit, was vielleicht auch damit zusammen hängt, dass Nash selbst stets für neue Erfahrungen offen und lernfähig ist.

 

Lernfähigkeit konnte er auch gebrauchen, denn der Umgang mit Bäumen fordert eine nicht endende Erfahrung, und Nash ist ins Wesen von Ulme, Esche, Eiche und Birke tief eingedrungen. Die Bäume, ob lebend oder bereits gefällt, waren seine Lehrmeister, und sie fordern noch dem Betrachter im Museum ein beträchtliches Wahrnehmungstraining ab. Dabei ist bei Nash das einfühlende Mitdenken nur die eine Seite, die andere ist ein aktiver, physisch herausfordernder Einsatz mit Axt, Meißel, Handsäge und diversen Kettensägen, und dies bei Sommerhitze ebenso wie bei Eis und Schnee. Jedem Wetter gewinnt Nash etwas ab. In Japan beispielsweise lernte er, dass sich Holzstämme auf Eisboden und im Schnee viel leichter transportieren lassen. Nash verwendet immer frisch geschlagenes oder natürlich gealtertes Holz, kein abgelagertes Material, das nicht mehr arbeitet. Aber niemals würde er einen lebenden Baum schlagen, nur um eine Skulptur zu fertigen. Im Gegenteil, er hat Bäume neu gepflanzt und zu grünen „Domen“ gezogen, bei denen die Kronen sich zu einer lebenden Kuppel zusammenfügen. Das Holz, das er für seine Großplastiken verwendet, stammt aus Funden oder Fehlschlägen anderer Leute.

 

Um zu den Erkenntnissen zu gelangen, die ihm heute selbstverständlich sind, war es ein langer Weg, und der wird in dem gehaltvollen Begleitbuch zu einer Wanderausstellung nachgezeichnet, die in Mannheim ihre letzte Station hatte (sie war zuvor in der Kunsthalle Emden und der Altana Kulturstiftung Bad Homburg zu sehen): „David Nash“ (Edition Scheffel). Was auch dieses umfängliche Buch bedeutsam macht, sind die detaillierten Äußerungen des Künstlers selber über seine Arbeit; von dem 2007 verstorbenen Kunsthistoriker Norbert Lynton, der Nashs Entwicklung von Beginn an verfolgte, stammt nur die Einführung. Immerhin ist bei Lynton nachzulesen, wie Nash anfangs mit sehr leichten, fragilen Konstruktionen begann und erst allmählich einen Blick für die Ausdrucksmöglichkeiten entwickelte, die in organisch gewachsenen Formen enthalten sind.

 


Im Vordergrund "Red Flash" (roter Blitz) aus dem Jahr 2003: eine umgedrehte, riesige Eibenwurzel, in die Nash waagrechte Schnitte einfügte. Das mehr als zwei Meter in den Raum ragende Gebilde besteht aus einem einzigen Stück - der Stammansatz des Baumes liegt auf dem Boden auf. Im Hintergrund links eine charakteristische Verkohlung.

 

 

Inzwischen entnimmt Nash seine Inspirationen nicht nur dem Stamm der Bäume, sondern dem ganzen Organismus von den Wurzeln bis zu den Ästen. Eine der in Mannheim gezeigten Arbeiten ist eine riesige, quer auf den Boden gelegte und teilweise horizontal in Lamellen geschnittene Eibenwurzel („Red Flash“, 2003). Eine Doppelskulptur aus Eiche und Esche bezieht ihre tentakelartig skurrile Form aus dem Übergang der Stämme in jeweils einen einzigen, gebogenen Ast („Two Ubus“, 1988). Aber nicht immer arbeitet Nash entlang der natürlichen Formen; oft greift er scheinbar konträr ein und entwickelt geometrische Urkörper aus dem Holz wie Kubus, Kugel, Pyramide, oder aber er fertigt archaische Gebrauchsgegenstände wie Tisch, Treppe oder Hocker – stets vorausgesetzt, dass die Naturform so etwas hergibt. Er scheint das den Bäumen schon anzusehen, wenn sie noch gefällt auf dem Waldboden liegen, ja, sogar in Landschaftsformen wie bestimmten Hügelkuppen entdeckt Nash seine Pyramiden, Kugeln und Kuben.

 

Aus Ehrfurcht vor diesen „universellen Formen“, wie er sie nennt, sei es ihm zuerst schwer gefallen, mit ihnen zu arbeiten, bekennt er in dem Buch. Der Durchbruch kam 1978 mit der Arbeit „Wooden Boulder“ (hölzerner Felsbrocken), und der gehört wirklich zu Nashs faszinierendsten Arbeiten überhaupt, obwohl er gar nicht mehr da ist. In der Ausstellung lief ein Film, der die Geschichte dieser grob behauenen, massiven Eichenkugel von gut einem Meter Durchmesser zeigt. Der Baum, aus dem Nash den Brocken mit einer damals neu erworbenen Kettensäge schnitt, hatte im Alter von 200 Jahren einen Sturmschaden erlitten und musste aus Sicherheitsgründen gefällt werden – die Besitzer überließen Nash das Holz dafür, dass er sich um die Sache kümmern würde. Und Nash wollte die schwere Kugel eigentlich durch einen Bachlauf hindurch ins Atelier rollen. Aber sie blieb im Wasser hängen, und mit der Zeit gefiel sie ihm dort, auch weil das Wasser die Holzoberfläche veränderte. Im Verlauf etlicher Jahre wurde die Kugel von Wasserkräften, immer mal auch von Menschenhand, weiter bewegt, und stets verfolgte Nash mit der Kamera ihren Weg durch die Landschaft und ihre Veränderungen durch die Witterung. Einmal blieb sie lange unter einer kleinen Viehtreiberbrücke hängen, und da sie dort das Wasser gefährlich hätte stauen können, setzte Nash sie frei. Das war 1995, und es war offenbar die letzte Berührung des Ungetüms mit Menschenhand. Sieben Jahre später schwoll der kleine Fluss so an, dass der Brocken ins Mündungsgebiet eines Flusses und weitere Jahre danach schließlich ins Meer geschwemmt wurde: Nash war dem „Wooden Boulder“ 25 Jahre lang mit der Kamera (oft mit dem Teleobjektiv) auf der Spur gewesen, und im Film erinnert der Holzbrocken an ein stilles, urweltliches Tier, das schließlich einsam von Wellen umspült in eine große, ungewisse Weite verschwindet.

 

Nicht alle Arbeiten David Nashs gehen so einfühlsam konform mit der Natur. Er hat auch mit Verkohlungen und mit Metallen gearbeitet, und wenn man sich vor Augen hält, wie er in seinen „Ash Domes“ Bäume zwang, sich gegen ihre Wachstumsbedürfnisse und gegen den Gleichgewichtssinn der Zellen zu einer grünen Kuppel zusammenzufügen, kann man sich schon einmal fragen nach dem Spannungsfeld zwischen Einfühlung und Unterwerfung, in dem sich seine Kunst abspielt. Einer seiner heftigsten Eingriffe war wohl das Projekt „Celtic Hedge“ (1989): Um die „Keltische Hecke“ zu flechten, wurde Bergahorn gepfropft, und zwar so, dass Zweige abgeschabt und mit einander verschraubt wurden, damit sie senkrecht aufeinander wuchsen. Nash findet die für seine Pflanzen mit Sicherheit schmerzhaften Prozeduren aber ganz natürlich; er ist kein reiner Land-Art-Künstler, obwohl einzelne Projekte sich unter den Begriff einordnen ließen. Und er beharrt auf dem Dialog zwischen Natur und menschlicher Gestaltung: In seinem Gesamtwerk sind das die beiden großen Gewichte, die einander die Waage halten.

 


David Nash zwischen "Crack and Warp Columns" aus Birke. Der Stammkern der Bäume ist wegen der Lamellenschnitte nicht mehr zu sehen, hält aber die arbeitenden und sich immer noch aktiv verbiegenden Schichten zusammen. Säulen wie diese erreichen bei Nash mühelos Höhen von mehr als zwei Metern.

 

Was seine Arbeit faszinierend macht, ist daher auch die Gegensätzlichkeit zwischen archaischen menschlichen Formfindungen und den auch bei gefälltem Holz immer noch arbeitenden Naturkräften. Bei dem mehr als zwei Meter hohen Werk „Crack and Warp Column“ (1989) schnitt er einen Birkenstamm alle 3 bis 5 Zentimeter in horizontale Lamellen, die nur noch durch den unsichtbaren Kern zusammenhalten. Je nach Raumfeuchtigkeit und Temperatur platzen die Schichten auseinander, bilden krumme Zipfel und unregelmäßige Lücken – ein Kunstwerk, das die Natur immer noch mitgestaltet und verändert und das Nash auch an die Schieferhügel hinter seinem Atelier erinnert. Je nach der Holzart verändern sich solche Lamellen verschieden, selbst solche Feinheiten reden da mit.

 

Eindrucksvoll ist auch die geplatzte und verbogene „Cracking Box“ aus Eiche (1979), ein durch grobe Holzpflöcke zusammen gefügter Kubus, dessen Seiten entlang der Wachstumskräfte des Baumes geplatzt und dessen Kanten abenteuerlich schief wurden: Natur und Geometrie in schöpferischem Dauerkampf, bei dem es keinen Sieger und keinen Verlierer gibt. Einen anderen Aspekt dieser Dualität macht das Werk „Ash Branch Cube“ deutlich. Aus dem Astwerk einer Esche schnitt Nash 1979 einen offenen Kubus, der auf den Resten von Zweigen zu schweben scheint. Auf den ersten Blick vermutet man, dass der luftige Würfel einfach in die sperrigen Zweige hineingehängt wurde, aber der Eindruck täuscht, alles ist aus einem Stück und noch beieinander. Hier wie in der Arbeit „Flying Frame“ (Eiche, 1980), bei der ein quadratischer Rahmen in zwei Metern Höhe sich auf ausgreifendem Astwerk erhebt, berührt Nash fast surrealistisches Vokabular.

 


"Red Dome",eine Boden-"Kuppel" aus grob bearbeiteten Eibenstücken (2006). Im Hintergrund der Nash-Klassiker "Ancient Table" (1983) aus halb verrottetem Eichenholz.

 

Für Nash ist der Baum in seinen diversen Erscheinungsformen Lebensbaum, Weltachse, Erkenntnisbaum und Sammelpunkt mythischer Vorstellungen. Die Arbeit mit Bäumen ist ihm eine Form praktischer Spiritualität. Bei den Verkohlungen (nicht jede Holzart zeigt das gleiche Schwarz!) steht zunächst der Farbkontrast für ihn im Vordergrund. Verblüffend die Genauigkeit, mit der er Wahrnehmungsunterschiede auch sprachlich definiert: „Betrachtet man eine Holzskulptur, dann wird man meist ‚Holz’ – ein warmes, vertrautes Material – sehen, bevor man sich der Form zuwendet: erst das Holz, dann die Form. Das Verkohlen des Holzes verändert diese Erfahrung grundlegend. Die Oberfläche verwandelt sich dabei von etwas Pflanzlichem zu etwas Mineralischen.“ Das Auge nehme Weiß als Reflex wahr, führt Nash weiter aus; bei Schwarz dagegen öffne sich die Pupille, was zu einer völlig anderen Seherfahrung beitrage.

 

Darüber hinaus geht es bei den Verkohlungen aber auch um das doppelte Wirken von Energien: einmal im Wachstum, und dann im Brand als einem Vorgang von Entmaterialisierung. Das Schwarz der Verkohlungen erinnert an den Tod, aber auch an Erde und Fruchtbarkeit. Verkohlte Ulmenstücke waren Nashs Kommentar zum Terrorangriff auf die Twin Towers am 11. September 2001. Aber auch die Universalformen deuten über sich selbst hinaus:  Der Kubus vertritt die Begriffe Erde, Materialität, Tod. Die Kugel steht für Bewegung, Fließen, Wasser, und die Pyramide für Licht und Raum. Alle Erscheinungen sind in einem übergreifenden Kontext miteinander verbunden. Selbst die Kombination von Holz mit Eisen und Bronzeguss hat ihre tiefere Bedeutung, wie Norbert Lynton hinsichtlich der Metalle erläutert: „... ein durch Hitze geschaffener Urstoff, der Erde entnommen und zu einer Flüssigkeit erhitzt ...“

 

Wie bewusst Nash seine physisch anstrengende Tätigkeit zugleich als Geistesarbeit auffasst, lässt sich dem (umfangreichen) Teil des Buches entnehmen, in dem er sich selbst äußert. „Bei der praktischen Arbeit mit Holz erkannte ich, dass in der physischen Bewegung und im Stofflichen ein ‚Denken’ liegt,“ notiert er, und er bekennt: „Mich auf die Kraft der Elemente einzulassen, sie zu zelebrieren (statt sie als eine negative Kraft zu betrachten, war eine Befreiung für mich.“ Die Kraft der Elemente zeigt sich auch im Werden (=Wachsen) und Vergehen (= Absterben). Der „Wooden Boulder“, der im Meer verschwand, gehört zur „vergehenden“ Kategorie, der „Ash Dome“, bei dem die Bäume, wenn auch unter massivem künstlichem Eingriff, die grüne Kuppel selber herstellen, zur „werdenden“ Kategorie. Und so entwickelte er drei Grundaspekte bildhauerischen Materials:

 

Ursprung – wie ein Gegenstand entsteht

Ort – wie dieser Gegenstand im Raum existiert

Veränderung – wie er sich Lauf der Zeit entwickelt und verändert

 

Holz ist insofern der ideale Stoff für Nash: Es hat seinen Ursprung in der Erde. Wenn es tot ist, vergeht es und kehrt zum Ursprung zurück. Im Innenraum aber (was sich in der Wanderausstellung zeigte) trocknet es und kommt (unter Veränderungen) zur Ruhe, weil es aus dem Kreislauf „entliehen“ wurde. Und was sich besonders in der Mannheimer Kunsthalle zeigte (deren schwierige Räume im 1983 eröffneten Neubau Nash von allen drei Ausstellungsorten am meisten schätzte) war die Beziehung zwischen dem einzelnen Objekt und seinem Ort im Innenraum. Nash bezeichnet die Auseinandersetzung mit dem Raum als den „spannendsten Teil“ seiner Arbeit an Ausstellungsprojekten, weil er dann stets eintreten müsse in einen „Dialog über die Möglichkeiten an einem Ort, der für mich wie ein Theater ist.“

 


Der Ausstellungsraum eine Bühne - hier David Nash zwischen den beiden Teilen seiner "Sheaves" (= Garben, Bündel) aus dem Jahr 2000. Die kannelierten Hälften eines Buchenstammes sind 2,80 m hoch und lehnten in Mannheim an der Rückwand eines Saales, der wegen seiner extremen Höhe eigentlich schwer zu bespielen ist.

 

Dabei spielt es immer auch eine Rolle, ob er die Mitarbeiter vor Ort motivieren kann: „Wenn die menschliche Atmosphäre nicht mehr da ist, dann bleibt mir nichts als eine Ladung schwerer, träger Holzbrocken.“ Zumindest in Mannheim war die noch von der Interimsdirektorin Inge Herold konzipierte und von Kurator Thomas Köllhofer realisierte Schau alles andere als eine seelenlose Anhäufung schwerer Brocken. Sogar die zu den einzelnen Projekten ausgestellten Kohlezeichnungen verströmten eine erdhafte, organische Wärme.

 

Aber ein richtiges Wunder an Harmonie schuf Nash offenbar 1988 im Refektorium des ehemaligen Benediktinerklosters von Tournus, in einem langen, hohen Raum aus dem 13. Jahrhundert, wo er riesige Schalen, Löffel und Gefäße schuf. „Krümmung und Winkel der Schalen“ sollten die „Wölbung der Decke“ spiegeln und die Skulpturen an die einstige Funktion des Raumes erinnern. Es entstanden charakteristische Nash-Werke wie „Oak Bowl“, ein 1,20 Meter hoher, archaischer Tisch aus Eiche mit scheinbar aufgesetzter Schale – in Wahrheit bestehen Tisch und Gefäß aus einem einzigen Stück. Oder „Spoon“, ein auf einem Sockel balancierender Löffel, dessen schlanker Griff sich mehr als zwei Meter in den Raum erhebt – der Griff ist nichts als der geschälte Ast der dafür verwendeten Eiche, und Laffe nebst Sockelstück sind aus eben dem Stamm gearbeitet, an dem der Ast noch immer in die Luft ragt. Eine auf ihrem geschälten Astwerk kopfüber ruhende Esche (Nash dreht die Bäume häufig um und nutzt Äste wie skurrile „Beine“, auf denen der gestaltete Stamm sich erhebt) ergab eine 2,80 emporragende „Zunge“, und eine Eiche ein „Descending Vessel“ (sich neigendes Gefäß), mehr als vier Meter hoch. Der kahle, hohe Raum wurde von diesen Objekten mit einer kraftvollen Poesie definiert – einer Poesie, in der Menschen- und Baumformen ein irisierendes Energiefeld erzeugten und zugleich an eine verschüttete Vergangenheit erinnerten.

 

Info:

- Ausstellungen in der Kunsthalle Emden (12. April bis 22. Juni 2008), in der ALTANA Kulturstiftung im Sinclair-Haus, Bad Homburg v.d.H. (29. August bis 26. Oktober 2008) und in der Kunsthalle Mannheim (31. Januar bis 19. April 2009).

- Begleitbuch „David Nash“, mit einer Einführung von Norbert Lynton, herausgegeben von Christian K. Scheffel, Edition Scheffel, Bad Homburg, 168 Seiten mit über 350 Farbabbildungen (Fotos in der Mehrzahl von David Nash), Preis 35 Euro, ISBN 987-3-926546-51-7.

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